Ein Schmorbraten, nicht so ganz aus dem Tessin

"Stufato alla Chisassese"

ccc 1

Das Originalrezept

Wenn wir Deutschschweizer an die Tessiner Küche denken, kommen regelrechte Feriengefühle auf: Salsiccia ticinese, oder konkret Lughanighe, zum polenta rosso mit einem Glas Merlot in einem lauschigen Grotto! Leider fand sich unter den Tessiner Spezialitäten in der August-Ausgabe von 1926 nichts derlei. Ausser dem Stufato alla Chisassese, Rindsschmorbraten nach Chiasso-Art, der sein Namensursprung vermutlich einzig dem heimischen Merlot verdankt, reihen sich ein paar 0815-Gerichte italienischer Herkunft. Vielleicht orientierte man sich im Tessin vor 100 Jahren kulinarisch lieber der grossen Schwester Bella Italia, statt die Schweizer Eigenart stolz zu repräsentieren.



Stufato alla Chisassese (Schmorbraten)

Ein schönes Stück Rindfleisch wird mit Speck und Knoblauch gespickt, mit Mehl bestäubt und in Butter und Zwiebeln geröstet. Sobald der Braten auf allen Seiten schön braun ist, kommt ein halbes Glas Wein dazu. Wenn nötig, nachher noch ganz wenig Wasser hinzugiessen. Zirka % Stunden vor dem Anrichten werden einige Kartoffeln und Tomaten beigefügt. Das Fleisch wird vor dem Servieren tranchiert und auf der gleichen Platte mit den Tomaten und Kartoffeln serviert.

Frau Maria Grassi in Ii.

Originalrezepte